Die Rohfasern für den Panamahut werden aus den jungen Trieben der Palme Palmata Carludovica (Toquilla-Palme) gewonnen.



Sie wird in Plantagen nahe der Westküste Ecuadors angepflanzt.

Die Triebe werden geerntet und per Pferd oder Esel in die Dörfer transportiert.

Im ganzen Dorf leben die Menschen von der Verarbeitung der Palmfaser.In dieser Region Ecuadors entwickeln wir gerade ein Projekt zur Förderung der dortigen Hutflechter.


Zunächst wird der Trieb mit einem spitzen Metallstift aufgefächert und geteilt, die zu weichen Fasern werden herausgezogen, der Strunk bleibt als verbindendes Ende erhalten.

Dann werden die Fasern in einem großen Kessel in Wasser ca. 20 Minuten gekocht und danach zum Trocknen aufgehängt. Dadurch rollen sich die schmalen Blätter längs zusammen und werden zu flechtbaren Fasern. Die Strünke müssen dazu mehrmals geschüttelt werden, damit die Fasern nicht zusammenkleben.

Dann werden die Fasern vom Strunk getrennt und mit Hilfe einer Hutform aus Holz zu einem Hut geflochen.

Besonders der Anfang der Flechtung in einem Punkt erfordert große Geschicklichkeit, ebenso wie der Abschluß an der Hutkrempe.

Für einen Hut mit normaler Qualität benötigt man ca. 6 Strünke der Palmfaser, die reine Flechtzeit beträgt ca. 8 Stunden.

Die Weiterverarbeitung der Hüte erfolgt im nächsten Schritt in den Hutmanufakturen in Cuenca: die Hüte werden gebleicht, getrocknet gepreßt. Dann kommen die Hüte in unser Lager in Guayaquil und werden mit der nötigen Zusatzausstattung versehen: Außenbänder, Innenbänder, Schleifen, Etiketten etc., und dann per Flugzeug in alle Welt!

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